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Fitnessprogramm für den Betrieb

Laufbänder

So pushen Sie Ihr Unternehmen für Ihren potenziellen Nachfolger

Wenn Sie sich als Unternehmer langsam aus dem Tagesgeschäft zurückziehen möchten – sei es aus Altersgründen oder weil einfach mal was Neues ansteht –, dann muss der Laden vorher ordentlich vorbereitet werden. Und zwar unabhängig davon, ob Sie sich ein Familienmitglied, einen oder mehrere verdiente Mitarbeiter oder einen externen Kandidaten für die Unternehmensnachfolge ausgeguckt haben.

Einfach den Schlüssel dem Nachfolger in die Hand drücken und „Mach mal!“ sagen funktioniert in der Regel nicht. Damit der Übergang klappt und das Unternehmen nicht ins Schlingern gerät, sind ein paar wichtige Vorbereitungshandlungen im Betrieb nötig.

Sechs Fitnessstationen für eine geregelte Nachfolge

Station 1: Warm-Up – Überblick verschaffen

Erst mal: Durchblick schaffen! Wer übernimmt, muss wissen, was ihn erwartet. Also sollten Abläufe, Zuständigkeiten und Strukturen im Unternehmen klar aufgeschrieben und, wenn nötig, entstaubt werden. Je übersichtlicher das Ganze ist, desto leichter hat es der Nachfolger. Besonders wichtig ist es auch, das Team mal genau unter die Lupe zu nehmen: Wer ist unentbehrlich? Wer könnte mehr Verantwortung übernehmen? Gibt es irgendwo Engpässe oder fehlendes Know-how? Ein starkes zweites Glied in der Führungskette entlastet nicht nur den Chef, sondern sorgt auch für mehr Sicherheit in der Übergangsphase.

Station 2: Der Bilanz-Bauchtrainer – Zahlen bitte

Dann geht’s ans Eingemachte: die Zahlen. Wer sein Unternehmen übergeben will, sollte die Bücher in Ordnung bringen. Bilanz aufräumen, Zukunftspläne ausarbeiten, Haftungsrisiken beseitigen und natürlich Wert des Unternehmens realistisch einschätzen – das alles gehört dazu. Damit kann man potenzielle Nachfolger oder auch Banken viel leichter überzeugen. Niemand will die Katze im Sack kaufen.

Station 3: Kommunikations-Crosstrainer – Frühzeitig starten

Auch das Thema Kommunikation sollte nicht unterschätzt werden. Die Mitarbeiter merken schnell, wenn was im Busch ist – da ist es besser, sie frühzeitig mit ins Boot zu holen. Offene Worte schaffen Vertrauen und verhindern unnötiges Flurfunk-Chaos. Und wenn der Nachfolger schon feststeht, sollte der auch möglichst bald im Unternehmen sichtbar werden – nicht als Chef von morgen, sondern erst mal als Mitspieler, der den Betrieb und die Leute kennenlernt.

Station 4: Wissens-Muskelbank – Wer schreibt, der bleibt

Was oft übersehen wird: Das ganze Wissen, das über Jahre im Kopf des alten Chefs gewachsen ist, geht verloren, wenn es nicht aufgeschrieben oder weitergegeben wird. Deshalb ist eine gute Dokumentation von Abläufen, Kontakten, Tricks und Kniffen Gold wert. Ob in Form von Handbüchern, Checklisten oder Schulungen – Hauptsache, das Wissen bleibt im Haus.

Unterm Strich gilt: Eine Nachfolge ist kein Wochenendprojekt. Wer früh anfängt, gut plant und offen kommuniziert, hat die besten Karten, sein Lebenswerk erfolgreich in neue Hände zu übergeben – und selbst mit einem guten Gefühl loszulassen.

Station 5: Kunden-Hanteltraining – Bestandskunden halten und neue Kunden gewinnen

Eine stabile Kundenbasis ist Gold wert für jeden Unternehmensnachfolger. Schließlich hängen Umsätze und Erträge maßgeblich von treuen Stammkunden und kontinuierlich neu gewonnenen Kunden ab. Dokumentieren Sie Ihre Kundenstruktur detailliert, pflegen Sie bestehende Kontakte intensiv und entwickeln Sie attraktive Angebote, die den Wünschen und Bedürfnissen Ihrer Kunden gerecht werden. Je klarer Ihr Nachfolger hier Potenzial sieht und direkt ansetzen kann, desto höher wird der Firmenwert eingeschätzt.

Station 6: Team-Ergometer – gemeinsam motiviert ins Ziel

Das wichtigste Kapital eines Unternehmens sind oft seine Mitarbeiter. Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels ist ein motiviertes, gut ausgebildetes und engagiertes Team ein entscheidendes Kriterium für einen attraktiven Firmenwert. Investieren Sie frühzeitig in Weiterbildung und ein positives Betriebsklima, achten Sie auf eine ausgewogene Altersstruktur und schaffen Sie Perspektiven, um Fluktuation zu verhindern. Ein Nachfolger übernimmt damit nicht nur ein eingespieltes Team, sondern auch gesichertes Know-how und Innovationskraft.

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